Wellington – Vom Winde verweht

Tongariro, respektive Mordor hat Spuren hinterlassen. Wir fragen uns: Wo wurden diese schauderhaften Figuren, die im Film in Armeen durch die Landschaft ziehen zum Leben erweckt? Ihre Erschaffer sitzen einen grossen Steinwurf von Tongariro entfernt. In Wellington.

Die Bewohner von Wellington sind – selbstverständlich – hart im Nehmen: Nicht nur wegen der Orks. Der Wind pfeift ihnen ständig um die Ohren. Und uns erst: In der ersten Nacht bangen wir um die Fenster unseres Zimmers, am nächsten Morgen legen wir uns in den Strassen Wellingtons in den Wind ohne hinzufallen.

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Jedem sein Bootshäuschen

Da ist auch nichts mehr mit Boot-Fahren, einer der Lieblingsbeschäftigungen der Stadt-Bevölkerung.

Neben den Orks suchen wir in Wellington auch noch immer unseren ersten Kiwi. Gehört haben wir die nacht-aktiven Vögel zwar bereits, aber dabei blieb es bislang. Eine Nacht-Tour im Naturschutzgebiet Zealandia soll das ändern. Wir sind zweieinhalb Stunden mehrheitlich auf Trampelpfaden unterwegs, sehen eine Art Gross-Echse (Tuatara), beobachten Kakas und Tuis beim Fressen. Spinnen und Wetas „lauern“ auf Bäumen am Wegrand.

(Fotos waren aufgrund der Dunkelheit fast keine möglich, also bitte das Beschriebene googlen. Wetas sollten vor allem Insekten-Liebhaber unbedingt mal gesehen haben..)

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Seltene Vögel: Takahe

Auf der Suche nach den Orks stampfen wir durch den Wald des Mount Victoria, wie es der Hobbit einst tat. In Tat und Wahrheit hört man die umliegenden Strassen, aber dafür gibt es ja Technik.

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Blick vom Mount Victoria

Ja, und schliesslich finden wir sie, die Orks – und die Menschen, die ihnen Leben einhauchten. In Weta Workshop, einem Unternehmen, das Monster, Waffen und Rüstungen schafft für Lord of the Rings, aber auch für Filme wie Bad Taste, Narnia, Planet of the Apes, King Kong und, und, und…

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Furchteinflössend…

Die Leute, die da arbeiten (etwa Maler, Maskenbildner, Schneider und ein Schmied, dessen Waffen im königlichen Waffen-Museum in Grossbritannien ausgestellt sind..) haben einen – zumindest aus unserer Sicht – fantastischen Sinn für Humor und arbeiten alle als Freelancer. Sir Peter Jackson himself wohnt gleich über dem Hügel und fährt jeweils rüber, wenn es ihn braucht.

 

 

 

 

 

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