Wir haben es beide geschafft. Der Tongariro Alpine Crossing liegt hinter uns, die Bilder der Vulkan-Landschaft haben sich uns ins Gedächtnis gebrannt.
Das Wetter hätte besser nicht sein können, so dass auch jene Passagen, die für Menschen mit Höhenangst grenzwertig wären, machbar waren. Zum Glück. In der Hälfte umkehren ist nämlich definitiv eine schlechte Idee.

Acht Stunden waren wir unterwegs, zusammen mit Theresia und Hannes, mit denen wir uns für die Wanderung schon in der Schweiz verabredet hatten. Acht Stunden – mit einer Stunde Mittagessen zwischen den Emerald Lakes (siehe unten) und zweimal 20 Minuten Pinkel-Pause bei den zwei einzigen Toiletten auf der Strecke.


Auf der Wanderung wechseln sich Einöde – einer Mondlandschaft ähnlich – und intensivste Farbtöne von Rot, Gelb, Grün und Türkis unmittelbar ab. Allerdings bestaunt man diese wunderbare Natur nie allein. Vor und hinter uns zog eine Karawane von Orks – äh, Menschen – dem einzigen Pfad folgend zu den Kratern hinauf und dahinter hinunter. Die Schönheit liess die meisten glücklicherweise verstummen, und manch einer fühlte sich wohl klein wie ein Hobbit.
